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Donnerstag, 13. August 2015

Die Fee im Absinth

Autor: Janina Venn-Rosky
Seitenanzahl: 417 Seiten
ISBN:
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
Preis: 978-1505626599
E - Book:  3,99 €
Broschiert: 12,99 €


Klappentext:

Schlecht bezahlte Nebenjobs, lange Nächte in schummrigen Bars und verwirrende Affären bestimmen das Leben der beiden Freundinnen Velda und Grace.
Die Sehnsucht nach einem Leben, in dem sich ihre Träume erfüllen und nicht bloß trunkene Hirngespinste bleiben, treibt die beiden an.
Immer auf der Suche nach der wahren Erfüllung begegnen sie Estelle, einer Grande Dame des Film Noirs. Zwischen Tea Partys und Cocktailstunde entspinnt sich eine besondere Freundschaft, die das Leben der drei für immer verändern soll.

Wir brauchen Glamour, weil wir die Wirklichkeit schon kennen.

Meine Meinung und Gedanken zum Buch:

Das Buch hat mich wegen dem Titel und dem süßen Fee in der grünen Flüssigkeit auf dem Cover neugierig gemacht, der Klappentext hörte sich ebenfalls interessant an und ich muss sagen, ich wurde nicht enttäuscht!

Dieses Buch ist voll von mädchenhaften Träumen, von zuckrigen Seifenblasen und einer romantischen Stimmung.
Die Geschichte wird aus Veldas Sicht erzählt, die in einem Kino arbeitet und dort ihre Abende verbringt. Sie liebt den Glamour, liebt die Illusionen und die Filmpremieren. Sie wünscht sich ebenfalls ein Leben in Glamour, weil sie die triste Welt nicht in ihr Herz lassen will.
Nach einem schönen Abend mit ihrem besten, schwulen Freund George, trifft sie in einer Bar auf Grace, die ihre Leidenschaft für das Schöne und Bezaubernde zu teilen scheint und die beiden Frauen finden in einander die Seelenverwandte, die sich jede Frau wünscht.
Eine beste Freundin, die zur Schwester im Herzen wird.
Grace und Velda malen sich ihr Leben in den schillersten Farben aus, während sie Champagner trinken und Zigaretten rauchen.
Velda ist eine starke Persönlichkeit, schön und begehrenswert, wobei sie kein Glück mit Männern zu haben scheint. Affären ja, aber die Liebe lässt auf sich warten.
Grace ist dagegen eine schillernde Frau, man muss sie einfach lieben mit ihrer zarten und vornehmen Art.
Grace findet relativ früh in dieser bezaubernden Geschichte ihren Mr. Perfekt. In Walther hat sie den Mann für das Leben gefunden und ist glücklich, aber seine Familie scheint wenig von seiner Brautwahl zu halten und legt dem jungen Glück immer wieder Steine in den Weg.
Eigentlich verbringen die beiden Frauen den Samstag Abend zur Cocktailstunde immer zusammen in ihrer Stammbar, die noch den Hauch von altem Glanz in sich trägt, doch Grace versetzt Velda. Jedoch soll das erst der Beginn einer schicksalhaften Begegnung und Freundschaft sein.
An diesem Samstag trifft Velda auf Estelle: Eine exzentrische, alte Dame, die das Wort "Glamour" zu leben scheint und das mit jeder ihrer Worte, mit jeder Geste und jedem Atemzug.

Estelle war faszinierend. Neben ihr verblasste für mich selbst Grace, dafür mochte ich die exzentrische alte Dame zu sehr, sie nahm mich mit ihren Geschichten aus ihrem Leben zu sehr gefangen, während sie Velda versuchte zu erklären, was das Leben ausmachte.
Manchmal war die gute Estelle vielleicht etwas zu ausschweifend in ihren Geschichten, zu langatmig, aber das macht nichts. Dafür hatte man wunderbare Unterhaltung und Velda sog diese Geschichten nur so in sich auf, die von Amerika bis nach Shanghai spielten.

Während Grace in ihren Hochzeitsvorbereitungen steckt, verliebt sich Velda unsterblich und muss bald darauf lernen, dass die Liebe für ihre romantische Seele nicht nur Glück bringt. Ihr Weltbild wird erschüttert und nur dank Estelle findet sie ihren Weg.
Oder hat sie nur das Gefühl, sich selbst gefunden zu haben?

Das werde ich euch nicht verraten, denn ihr solltet das Buch lesen, weil es zum Träumen einlädt.

Manchmal war mir Veldas Sicht zu distanziert, da hat es mir an Emotionen gefehlt, manchmal war es zu langatmig für mich, aber das Weiterlesen hat sich gelohnt und ab der Hälfte des Buches ging das Leben der drei Frauen erst richtig los: Graces und Veldas in der Gegenwart und Zukunft, Estelles in der Vergangenheit, die sie mit ihren Geschichten heraufbeschwor.

Die Autorin schreibt herrlich. Sie legt großen Wert auf die Beschreibung der Räume, weil sich daraus all die Schönheit auszeichnet und alles in rosarotes Licht taucht. Man findet bezaubernde Orte in diesem Buch, gepaart mit großen Gefühlen, tragischen Geschichten und... ja, vielleicht auch einem Happy End, wenn auch einem anderen, als man es sich vorgestellt hat.

Wie sagte Estelle einmal zu Velda: "Jede Geschichte muss schließlich ihr Ende finden. Aber es muss nicht unbedingt ein Happy End sein, damit es eine gute Geschichte wird."

Was mir auch sehr gut gefallen hat war, dass der Titel immer mal wieder im Buch auftauchte und sowas mag ich unendlich. Ein Bezug dazu ist etwas, was dem Titel etwas mehr Bedeutung gibt und dieses Buch wird mich noch etwas beschäftigen.

Fazit:
4 Punkte! Absolut lesenswert!

An dieser Stelle ein wundervolles Dankeschön für das Rezensionsexemplar an die Autorin!

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