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Donnerstag, 9. Juli 2015

Gejagte der Dämmerung

Originaltitel: Deeper than midnight
Autor: Lara Adrian
Verlag: LYX Verlag
Preis:
Taschenbuch: 9,99 €
Ebook: 8,99 €
Seitenzahl: 393 Seiten


Klappentext:
Nach qualvollen Jahren der Gefangenschaft wird Corinne Bishop vom Orden der Vampirkrieger aus der Gewalt des grausamen Dragos befreit. Der goldäugige Vampir Hunter hat die Aufgabe, sie zurück zu ihrer Familie zu bringen. Die schöne Frau weckt in dem sonst so gefühlskalten Krieger eine tiefe Leidenschaft, die diese schon bald erwidert. Doch Hunter hütet ein schmerzliches Geheimnis, das ihre Liebe für immer zerstören könnte...



Meine Gedanken zum Buch
Ich muss leider sagen, ich war enttäuscht. So sehr ich mich auf das Buch gefreut habe, denn ich mag Hunter wirklich, so niedergeschlagen war ich dann auch am Schluss.

Hunter ist ein ehemaliger Killer von Dragos, eine gefühlskalte Maschine, die auf Befehl mordet und sich nicht unterkriegen lässt. Er kämpft, weil er nichts anderes gelernt hat, zeigt kaum Gefühle, ist stark und hat nur ein halbwegs vorhandenes Zugehörigkeitsgefühl zu den Ordenskriegern, die so etwas wie seine Familie werden, allen voran die kleine Mira.
Gerade ihm hätte ich eine starke Frau gewünscht, die überzeugend ist und fähig, seine Liebe zu erwecken und ihm zu zeigen, dass Gefühle gar nicht so schlecht sind, sondern einen stärken, statt zu schwächen.

Corinne dagegen ist in meinen Augen - nun ja - nichts davon. Es tut mir Leid, aber ich kann in ihr nur ein Opfer sehen, welches seltsamerweise ziemlich unbeschadet - sowohl körperlich als auch seelisch - aus einer verdammt beschissenen Lage raus gekommen ist.
Als Gefangene von Dragos, wo sie unter anderem dazu gezwungen wurde, das Kind des letzten Ältesten zu empfangen und auszutragen, finde ich sie ziemlich lebendig und ohne Narben.
Es tut mir wirklich Leid, ich will sie als Charakter ehrlich nicht verunglimpfen, aber sie kommt mir rüber, als hätte sie die Jahre der Gefangenschaft (die gut und gerne mindestens 15 Jahre andauern sollten, wenn ihr Sohn schon um die 13 Jahre alt ist) in einer Sonderbehandlung verbracht.

Ich hätte mir eine etwas realistischere Liebesgeschichte zwischen ihnen gewünscht. Selbst Jenna fand ich da noch glaubwürdiger und irgendwie liebenswerter - was eine ziemliche Steigerung ist, wenn man bedenkt, dass ich sie nicht leiden kann.
Wahrscheinlich weckt Corinne nur Gefühle in Hunter, weil sie sich wie ein verschüchtertes Reh benimmt und das vielleicht seine Beschützerinstinkte in ihm weckt. Wenn überhaupt. Sie ist schwach, sensibel und einfühlsam. Was bei ihrer Vergangenheit seltsam für mich erscheint, aber wenn es die Autorin so will.

Die Nebenstory war mal wieder spannender, als die Hauptgeschichte und während man sich fragt, ob Corinne eigentlich von allen immer nur ausgenutzt wird, scheint Hunter ihr Ritter in goldener Rüstung zu sein. Wie herrlich unpassend.

Fazit:
Gut, um den Verlauf der Geschichte zu erfahren, die sich ja so langsam zuspitzt. Aber ich muss ehrlich und bedauerlicherweise sagen, dass ich dieses Paar nicht leiden kann. Jedem das seine...


PS:
Über eine Diskussion mit euch würde ich mich sehr freuen, vielleicht könntet ihr mir dann den genauen Begeisterungsfunken für dieses Pairing erklären. Ich wäre dankbar dafür!

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