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Freitag, 24. April 2015

Freitags-Gedanken

Warum liebe ich so sehr Drama-Romanzen?


Guten Tag, ihr Lieben!

Ich saß heute im Unterricht und habe mich gefragt, wieso ich eigentlich so sehr Romane mit einer dramatischen Liebesgeschichte mag. Wieso lese ich gerade dieso so gerne? Wieso brauch ich den Touche an Streit und ein bisschen Eskalation?

Die einfachste Antwort darauf wäre wohl: Weil es die ganze Handlung spannender macht.
Aber es kann ja nicht nur daran liegen. Es muss noch etwas anderes haben, etwas, das einen fesselt und es gibt ja auch so viele tolle Bücher ohne ein Happy End, die einen ergreifen und die man durchaus zu dramatischer Romanze zählen kann...

Als weitere mögliche Antworten kamen mir dann diese Gedankengänge:

Eine "Friede-Freude-Eierkuchen" - Beziehung gibt es nicht. Es ist egal, wie sehr man sich bemüht, irgendwann kracht es halt doch zwischen den Partnern, da spielt es auch keine Rolle, wie sehr sie sich lieben.

Es gibt keine Weiterentwicklung der Charaktere.
Was nützt es einem Autor oder Leser, wenn die Charaktere auf einem Punkt stehen bleiben und in ihrem Alltagstrott verfallen? Haben wir nicht schon genug Alltag im realen Leben, dem wir entfliehen wollen, indem wir uns ein Buch nehmen und lesen?
Und genau dieser Trott, all die "harmonischen" Szenen, die nie und nie ein Ende nehmen, wenn man nicht mit etwas Dramatik würzt, würden doch sofort dafür sorgen, dass man das Buch weg legt. Weil die Charaktere still stehen, sie nicht über sich selbst wachsen und man nicht mit ihnen mitfiebern kann, in der Hoffnung, sie schaffen es doch noch. (Ich sage nichts dagegen, wenn es harmonische und süße und liebevolle Szenen gibt! Die braucht man genauso, es geht nur darum, dass man diese nicht nur über all die 400 Seiten lesen will)

Und dann genau dieser Punkt der Emotionen.
Wie sollen wir uns gefangen nehmen, uns vollkommen verzaubern lassen, wenn die Charaktere nicht an Tiefe gewinnen? Und tun sie das nicht meistens gerade dann, wenn sie sich einer Herausforderung stellen müssen?
Genauso gehört hier aber auch das Prickeln und die Leidenschaft mit hinein. Gute Autoren schaffen es, dass man die Erotik zwischen den Charakteren knistern hört oder die pure Freude eines Charakters auf einen selbst beim Lesen überschwappt. Oder, dass man anfangen muss zu weinen, weil es gerade so emotional ist.

Ein weiterer Punkt wäre wohl auch:
Spannungsgeladene Charaktere, die gleich stark auf emotionaler Ebene sind, berühren mich sehr viel mehr, als wenn Einer von ihnen einfach nur unterwürfig ist. Wo bleibt da der Spaß? Die Reiberei? Die Funken? Die Machtkämpfe?

Mal davon abgesehen: Es mag zwar sein, dass nicht alle dramatischen Situationen gänzlich so vorkommen könnten, aber sie nehmen einen doch gefangen und lassen einen bangen, dass der zweite Protagonist doch rechtzeitig kommt.

Ja, ich glaube, mit dieser Aufzählung komm ich zu einem Ergebnis, warum ich so sehr dramatische Romanzen liebe:

Ein Touche Leidenschaft und wahre Gefühle, eine Prise Drama - ganz gleich ob ein Streit oder eine Entführung oder eine Schießerei... - und Charaktere, die Tiefe und Entwicklung zeigen, ist das beste Rezept um zumindest mich als Leser zu fangen.


Nun meine Fragen an euch:

Warum lest ihr Romane mit einem Hauch Dramatik?
Was gefällt euch so sehr daran?
Oder mögt ihr lieber etwas Humorvolleres und Alltägliches?

Ich freue mich auf Eure Antworten!

Liebste Grüße
Lizzy

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