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Mittwoch, 8. April 2015

Bärenherz - Der erste Schamane

Autor: Anna Fricke
Titel: Bärenherz - Der erste Schamane
Sammlung: Der erste Schamane (Buch 1)
Seitenanzahl Taschenbuch: 257 Seiten
Verlag: Selfpublisher
Preis:
Ebook:
4,49 Euro
Taschenbuch: 11,90 Euro


Klappentext:

Eigentlich sind Orcs schon lange keine Bedrohung mehr für die Menschen, doch Nilayas brennender Hass auf diese Wesen treibt sie auf eine irrsinnige Jagd nach Vergeltung.
Während der Halborc Varoxian den Weg des Schamanen beschreitet, um sein Volk aus der Sklaverei zu befreien, muss die kaltblütige Jägerin feststellen, dass die Welt doch nicht so leicht in Gut und Böse zu unterteilen ist. Als sie im Kampf aufeinanderprallen, muss Nilaya plötzlich alles, woran sie geglaubt hat, in Frage stellen.


Inhaltlich und Stilistisch:
Anna Fricke entführt den Leser in eine eigene Welt, die sehr an das Mittelalter erinnert. Orcs, Drachen und Menschen bevölkern Raidaresh, aber es gibt auch Magier und vor langer langer Zeit anscheinend auch Schamanen.
Vom Schreibstil finde ich es wunderbar. Schöner Satzbau, passende Wortwahl und die Bilder entstehen im Kopf, während man Seite für Seite liest und sich mehr in der Welt verliert, die die Autorin um einen spinnt. Was mich nur ein bisschen gestört hat, war die Tatsache, dass sich gegen Schluss einiges an Rechtschreibfehlern eingeschlichen hatte, aber ich denke, man kann darüber hinweg sehen.

Inhaltlich ist es eine schwere Kost gewesen, aber durchaus spannend und fesselnd. In Raidaresh herrscht eine Art Apartheid, denn die Orcs werden von den Menschen versklavt und für niedere, körperlich anstrengende Arbeiten benutzt, während die Menschen keine Gnade gegenüber den Orcs walten lassen und diese so langsam an Kultur und Bildung verlieren, die sie einst besaßen.
Manche Stellen fand ich grausam, mir taten die handelnden Personen leid, aber dabei hat Anna Fricke es geschafft, dass man das Buch nicht weglegt, sondern weiter liest, in der Hoffnung, dass es besser wird.

Also super gemacht! Emotionen wurden hervor gerufen und ich wollte das ein oder andere Mal gerne einem der "höher gestellten" Menschen eine Reinknallen.

Zu den Charakteren:


Nilaya wird von ihrem Adoptivvater zu einer Kriegerin und Jägerin ausgebildet, die nur ein Ziel kennt: Rache und Unterwerfung der Orcs. Nachdem sie Schreckliches hatte mitansehen müssen, versteh ich diesen Trieb durchaus, auch wenn mir ihre kalte Art ab und an sehr gespielt vor kam. Man merkt, dass sie doch nicht so stark ist, wie sie gerne wäre und dass sie doch eine Frau ist.
Während dem Buch - besonders im letzten Drittel - gerät ihre Weltsicht ins Wanken und sie muss eine Entscheidung treffen. Aber kann sie sich auf das einlassen, was das Schicksal anscheinend für sie geplant hat?

Varoxian dagegen findet keine Akzeptanz: Weder bei seinem eigenen Volk, noch bei den Menschen. Denn er ist nichts und beides zugleich. Während dem Buch und seiner Reise sieht man eine deutliche Entwicklung. Vom stumpfen Orc zu einem versierten Krieger und, wie sich später herausstellt, einem Schamanen. Wunderbar gelungen die langsame Verwandlung und letztendlich versucht man gemeinsam mit Varoxian herauszufinden, wie man die Welt zurück ins Gleichgewicht bringen und wie er zu einem Schamanen werden kann, auf den seine Ahnen stolz sein können.


Fazit:

Nichts für zwischendruch! Anspruchsvoll, aber wunderbar und herrlich! Ich liebe es! Und freue mich auf Teil 2.

Kommentare:

  1. Hey,

    das hört sich nach einem sehr interessanten Buch an. Die Idee dahinter gefällt mir sehr gut und ich muss es wohl auch auf meine "Noch-zu-lesen"Liste setzen. :)

    Liebe Grüße,
    Ruby

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  2. Hallo Ruby :)

    Also meiner Meinung nach lohnt sich das Buch definitiv *__* Und bestellt man es bei der Autorin als Print, bekommt man einen Raben reingezeichnet, Signatur und Widmung *__*
    Muss sie auch noch mal danach fragen :D <3
    Aber es ist was völlig anderes, als immer die "dummen Orcs", denn hier bekommt man noch eine andere Seite zu sehen *_*

    Liebste Grüße
    Lizzy

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