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Montag, 1. Dezember 2014

Schattenwandler Jacob

Autor: Jacquelyn Frank
Titel: Schattenwandler Jacob  
Originaltitel: The Nightwalkers 01 Jacob 
Verlag: LYX 
Seitenanzahl: 384 Seiten 
ISBN: 3802582365
Preis: 9,95€


Klappentext:
Seit Anbeginn der Zeiten gibt es die geheimnsivollen Schattenwandler. Die Liebe zu Sterblichen ist ihnen verboten, und ein Mann wacht darüber, dass dieses Gesetz niemals gebrochen wird: Jacob. Jahrhundertelang widerstand er jeglicher Versuchung.
Doch als er die schöne Bibliothekarin Isabella rettet, flammt ein Begehren in ihm auf, das er nie zuvor gekannt hat. Und nun ist es Jacob selbst, der das eherne Gesetz der Schattenwandler bricht.

Diskussion:


Grinsend ließ ich meine Tasche auf den Boden unter den Tisch gleiten und nahm Platz. Heute hatten wir beschlossen, uns in unserem Lieblingscafé zu treffen. Belle war wie immer Überpünktlich gewesen und saß bereits mit einer Tasse heißer Schokolade zwischen ihren Händen.
„Ich habe heute das erste Buch der Schattenwandler - Reihe zu Ende gelesen.“, kam es strahlend von mir und ich konnte es kaum erwarten, das Buch mit ihr durchzugehen. Immerhin war Belle es gewesen, die mich auf diese Reihe aufmerksam gemacht hatte.
„Jetzt können wir uns darüber unterhalten.“, fügte ich hinzu und bestellte bei der Bedienung einen Milchkaffee, um diese Diskussion richtig genießen zu können.
Na das wurde aber auch mal Zeit! Ich hab so lange warten müssen, dass endlich mal Jemand die Bücher Reihe liest. Also sag schon! Wie fandest du sie?“
Belle wirkte aufgeregt und begeistert und mein Grinsen wurde breiter. Ich wusste ja, wie sehr sie die Reihe liebte und bis jetzt hatte sie kaum einen dazu überreden können, sich diese ebenfalls zu besorgen.
„Och ja. Am Anfang hat mich der Klappentext nicht so begeistert. Ich meine, die Hauptcharaktere heißen „Jacob“ und „Isabella“. An was erinnert uns das?“ Skeptisch zog ich eine Augenbraue hoch. „Ganz genau, an die wunderbare Bis(s)-Reihe.“
Ich lächelte die Bedienung an, als mein Milchkaffee kam und bedankte mich, dann wandte ich mich wieder Belle zu, die mich weiter so ungeduldig ansah, sodass ich wieder grinsen musste.
„Ist ja schon gut. Also das Buch war echt gut. Ich konnte es nicht aus den Händen legen. Das tolle ist ja, es hat nichts mit der Bis(s)-Reihe zu tun. Nur die Charaktere heißen eben so. Aber zum Glück ist Jacob kein Werwolf, sondern ein sexy Dämon. Ich muss sagen, ich war positiv überrascht, dass da auf einmal ein anderer Teil der Mythen aufgegriffen wurde, anstatt nur immer Vampire und Werwölfe. Auch wenn natürlich auch hier die Blutsauger und Gestaltwandler ihren Auftritt haben. Dennoch, sie sind authentischer und ich mag sie eher. Als Nebencharaktere für das Buch geben sie viel her!“
Belle nickte immer wieder zustimmend, während sie mir zuhörte.
„Ja, mich hat es auch erst abgeschreckt, dass die beiden Bella und Jacob heißen. Am liebsten hätte ich das Buch damals einfach im Buchhandel stehen gelassen, aber zum Glück gab ich dem Buch doch eine Chance. Was hat dir denn am besten gefallen? Also ich persönlich fand es toll, dass die Dämonen ganz anders dargestellt werden, als man sie sich sonst immer vorgestellt hat und dass man auch Einblicke in deren Traditionen und Bräuche bekommt.“ Vor lauter Aufregung hatte sie ihren Kakao seit Minuten nicht mehr angerührt.
Amüsiert deutete ich darauf, bevor ich selbst trank.
„Das ist schwer zu sagen. Einmal wirklich die Tatsache, dass die Dämonen nicht als Monster ohne Gewissen dargestellt werden. Ich meine, sie haben hohe moralische Vorsätze, Regeln, eine Regierung und eine Ethik nach sehr hohen Maßstäben. Auf der anderen Seite natürlich die Tatsache, dass sie durch menschliche Hexen und Zauberer, die sich der dunklen Magie verschrieben haben, durchaus zu diesen Monstern, zu den bekannten Dämonen, verwandeln können, wenn sie in ein Pentagramm abberufen werden. Das war eine super Idee von der Autorin gewesen, diese zwei so unterschiedlichen Ansichten zu verbinden. Ich mein, es gibt immerhin genug Menschen, die Dämonen als sexy Wesen ansehen. Total genial war es auch, dass sie die Herrschaft über ein Element besitzen. Wasser, Feuer, Erde, Luft, Geist und Körper. Die Elemente Geist und Körper sind ja auch sozusagen etwas Neues in dem Bereich der Elementarmagie. Der wird nur selten als eigenständige Gabe aufgezeigt. Und natürlich die Regierung fand ich cool. Ein König, der vom Rat der Ältesten gewählt wird, aber nicht abgesetzt werden kann. Also das hat mir ein Schmunzeln entlockt. Wie fandest du Jacob so vom Charakter?“
Neugierig sah ich Belle an, während ich meinen Kaffee genoss.
Genüsslich trank Belle ihren Kakao und hörte mir aufmerksam zu.
Ja, das war wirklich alles super genial. Eben alles mal was Neues. Jacob fand ich … okay. Er hat mir gefallen, ist aber so an sich nicht mein Typ.“ Sie lachte leise auf und schüttelte den Kopf.
„Ich war eher begeistert von Noah, Elijah und Gideon aber die haben ja erst in den späteren Bänden ihre Geschichte. Nein, also Jacob fand ich schon ganz gut. Wirklich genervt war ich eigentlich nur vom Charakter Bella, aber man hat ja immer irgendwas, was einen an einem Buch stört.“ Sie zwinkerte verschwörerisch und ich verschluckte mich fast am Kaffee.
„Was? Bella fand ich toll. Endlich mal eine Frau mit dem Namen, die ein freches Mundwerk hat und dazu ein großzügiges Herz! Bella ist süß und willensstark und behauptet sich gegen die Dämonen. Außerdem entschlüsselt sie eine uralte Prophezeiung und bringt damit die Dämonengesellschaft ziemlich durcheinander. Eine neue Art der Schattenwesen wird nämlich durch sie in das Leben der Dämonen gebracht: Die Druiden. Okay, neu jetzt nicht unbedingt, aber wenn man bedenkt, was die Dämonen damals angestellt haben...“
Ich schwieg kurz und runzelte die Stirn, bevor ich wieder grinste.
„Jedenfalls muss ich gestehen, dass ich Jacob zwar mag, aber er auch nicht mein Fall wäre. Er ist zwar unsterblich und sieht heiß aus, aber das ist ja bekanntlich nicht alles. Er ist mir ein bisschen zu ernst, aber wenn man bedenkt, dass er als Vollstrecker sozusagen als Polizei in seiner Gattung fungiert, kann ich das auch verstehen. Und auch den Hang zu seiner so hoch gehaltenen Ehre und Ethik. Verstehe ich ja wirklich, aber für mich fehlt an ihm ein bisschen so der Reiz des Players. Dennoch, ein gelungener Auftakt zur Reihe, findest du nicht?“
Belle seufzte fast schon gequält auf und sah mich genervt an.
„Nein, also ich finde Bella nicht so prickelnd. Aber das ist Geschmackssache. Sie hat mir ein wenig zu Mary-Sue like. Ansonsten mag ich sie halbwegs. Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden!“
Belle warf einen Blick auf ihre Armbanduhr und biss sich auf die Unterlippe.
„Oh mist, ich muss noch woanders hin. Wir sehen uns! Und wehe dir, wenn du die Reihe nicht weiterliest! Es lohnt sich!“ Streng sah sie mich an, bevor sie mich umarmte und ich alleine am Tisch sitzen blieb.
Nun ja, ich musste zugeben, die Reihe begann schon sehr unterhaltsam und versprach viel. Ich war gespannt auf den zweiten Band!

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